Benzinpreise - Ein Plädoyer für ein friedliches Kinderzimmer

Ein Plädoyer für ein friedliches Kinderzimmer

 Angesichts der großen politischen Wetterlage fällt es schon etwas schwer, sich in dieser Ausgabe wieder dem Tankstellen-Alltag zu widmen.

Noch vor einigen Jahren hätten politische Erdbeben, wie das in Griechenland oder die seit Jahren andauernden bürgerkriegsähnlichen Zustände in den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens zu erheblichen Ausschlägen an den Börsen und insbesondere beim Ölpreis geführt. Heute sind die täglichen Preisschwankungen an den Tankstellen spannender, als die Berichte über die Ölpreisentwicklung.

Die Medien haben es angesichts dieser geradezu irrwitzigen Preisbewegungen allerdings aufgegeben darüber zu spekulieren, ob dies dem Dollarkurs, der OPEC, den sogenannten Multis oder ganz einfach irgendwelchen Computerprogrammen geschuldet ist, die ähnlich den einarmigen Banditen die Preisschilder verändern.

 Und dann kommen da noch die Super-Sonder-Angebote wahlweise für Automobilclub-Mitglieder, Smartphone-Affine oder Stammkunden-Club-Mitglieder, deren am Ende zu zahlende Preise sich nur noch Zockern und Geizig-Geilen erschließen. Wo da die Preiswahrheit und Preisklarheit bleibt und wie das Ganze mit der Preisangabenverordnung in Einklang zu bringen ist, wäre einmal eine dankbare Aufgabe für eine juristische Prüfungsarbeit.

 Es wundert mich deshalb überhaupt nicht, dass einige Tankstellen inzwischen dazu übergehen und das tun, was ein ordentlicher Kaufmann eigentlich immer tun sollte: Kalkulieren. Also Einkaufspreis plus Kosten plus angemessene Marge gleich Verkaufspreis. Und dieser Preis wird dann gehalten, bis sich die Bedingungen ändern. Auch für den Kunden hätte das Vorteile. Denn niemand braucht mehr in seinem Kinderbettchen auf Papa warten, der gerade wieder die Benzinpreise kontrolliert und niemand muss sich mehr beeilen, weil sich an einer solchen Tankstelle der Preis nicht innerhalb von Minuten wieder ändert. Ich bin gespannt, wie die Autofahrer diese Tankstellen annehmen und wie sich dort der Absatz entwickelt. Man soll die Hoffnung auch nach über 30 Jahren im Tankstellengeschäft nicht aufgeben. Vielleicht kehrt ja doch noch Vernunft in der Branche ein.

In diesem Sinne herzliche Grüße, einen wundervollen Sommer und friedvolle Kinderzimmer,

Ihr

Axel Graf Bülow

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